Berlin Underdogs e.V. - gegründet am 06.02.2026
Berlin Underdogs gründen eingetragenen Verein – von der Icon League zur gesellschaftlichen Institution
Berlin, 6.Februar 2026. Die Berlin Underdogs schlagen das nächste Kapitel ihrer jungen Geschichte auf: Mit der Gründung des Berlin Underdogs e.V. vollzieht eines der erfolgreichsten Teams der Icon League den Wandel vom reinen Entertainment-Projekt zur Institution. Demokratische Strukturen, gesellschaftlicher Auftrag, langfristige Perspektive – und eine klare Haltung, die das Projekt um die beiden Gründer Fabian Reese (Hertha BSC Berlin) und Rapper Ski Aggu von Anfang an geprägt hat: Widerstände sind kein Hindernis, sondern Antrieb.
Dreizehn Gründungsmitglieder (w/m) aus Sport, Kultur, Wirtschaft und Medien tragen den Startschuss und bilden das neue Vereinsfundament – eine bewusst gewählte Mischung, die sportliche Expertise mit kultureller Glaubwürdigkeit verbindet.
Rachel Rinast übernimmt den Vereinsvorsitz
Den Vorsitz des neu gegründeten Vereins übernimmt Rachel Rinast. Die ehemalige Schweizer Nationalspielerin und Ex-Profi des 1. FC Köln bringt eine Biografie mit, die kaum besser zur Underdog-DNA passen könnte: vom Bolzplatz in den Profifußball, vom Lehramtsstudium zur Trainer-B-Lizenz und zum DFB-Zertifikat „Management im Profifußball". Als Live-Kommentatorin für SRF und Sky Sport sowie als TV-Expertin zählt Rinast heute zu den profiliertesten Stimmen im deutschsprachigen Sportjournalismus – und war die erste Frau, die in der Schweiz Fußballspiele live im Fernsehen kommentierte.
„Ich bin auf dem Bolzplatz mit Jungs groß geworden. Herkunft oder Geschlecht spielten dort keine Rolle – entscheidend war nur, dass du bereit warst, alles zu geben. Genau diese Haltung habe ich mir bewahrt, auch im Profifußball. Gleichzeitig habe ich gelernt, dass man sich – besonders als Frau – in bestehenden Fußballstrukturen noch immer stärker beweisen muss, um Anerkennung zu bekommen. Mich treibt bis heute die Überzeugung an, dass im Fußball zuerst Leidenschaft, Hingabe und Qualität zählen sollten – nichts anderes”, sagt Rachel Rinast. “Die Berlin Underdogs verkörpern genau das: Egal, woher du kommst – wenn du bereit bist, alles zu investieren, gehörst du dazu. Diesen Verein zu führen ist für mich kein Amt, sondern Verantwortung aus Überzeugung."
Als 2. Vorsitzender ergänzt Stefan Winkel das Führungsduo. Der 35-Jährige aus Neuruppin, seit 18 Jahren im Hamburger Fußball verwurzelt, kennt Vereinsarbeit aus der Praxis: als Gründer einer eigenen Fußballschule, ehemaliger stellvertretender Geschäftsführer und Abteilungsleiter eines Mehrspartenvereins. Als Vater einer vierjährigen Tochter treibt ihn zusätzlich die Frage an, welche Strukturen der Fußball für die nächste Generation braucht.
Ein Vorstands-Team, das mehr denkt als Spielbetrieb
Der erweiterte Vorstand unterstreicht den Anspruch des Vereins, Sport, Kultur und Gesellschaft zusammenzudenken. Chris Vartan, Co-Owner der Berlin Underdogs, verantwortet die unternehmerische Entwicklung. Niko Backspin – Gründer des ältesten deutschen Hip-Hop-Magazins und Managing Partner bei Serviceplan Culture – berät den Verein als Cultural Consultant. Tuğba Tekkal übernimmt die Rolle der Botschafterin für gesellschaftliche Teilhabe: Die ehemalige Profi-Fußballerin, Gründerin des Mädchen-Empowerment-Projekts SCORING GIRLS und Mitgründerin der Menschenrechtsorganisation HÁWAR.help wurde unter anderem mit dem Europäischen Sozialpreis ausgezeichnet.
Als strategische Beisitzer bringen Dirk Behnke (ehem. Fußballschule FC Ingolstadt), Pepe Wietholz (Gründer Coach OS, CCO beim Company Builder Channel F), Bernd von Geldern (ehem. 1. FC Union Berlin, FC St. Pauli), Nils Prüßner (Teamchef Berlin Underdogs und ehemaliger Handball-Profi) und Markus Ost (langjährige Führungserfahrung in Mode, Musik und Unterhaltung) umfassendes Wissen in Vereinsstrukturen, Marketing, Nachwuchsförderung und Sportpolitik ein. Die strategische Kommunikation verantwortet Sven Labenz, Managing Director bei Serviceplan Culture, als Pressesprecher des Vereins.
Neue Stimme für Berliner Sportkultur
Der Name ist Programm. „Underdog" steht nicht für Schwäche, sondern für eine Haltung – und diese Haltung hat die Berlin Underdogs in drei Seasons der Icon League geformt: Regular-Season-Titel in Season 3, rund 28 Millionen Instagram-Aufrufe, eine Fanbasis, die längst über den reinen Sportkontext hinausgewachsen ist.
Mit der Vereinsgründung schließen die Berlin Underdogs eine Lücke, die Berlin trotz seiner Größe und kulturellen Vielfalt bislang offenließ: einen Verein, der Straßenfußball-DNA mit demokratischen Strukturen verbindet – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Kontostand. Für die Zukunft ist die Ausweitung auf weitere Sportarten geplant, stets getragen von denselben Werten und einem geteilten Mindset.
Für Berlin bedeutet das eine neue Stimme im Sport: verwurzelt in der Kiezkultur, getragen von einer Community, die Straße und Stadion zusammendenkt.

